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Rallye Bericht 26. Pegasus Rallye Sulinger Land vom 03. / 04. Mai  2013

Für unseren ersten, gemeinsamen ADAC Rallye Masters Lauf waren einige Vorbereitungen notwendig. Die Mastersläufe sind zweitägige Veranstaltungen, die am Freitag mit dem Abfahren der Wertungsprüfungen, der Papier- und Technischen Abnahme beginnen. Am Samstag startet die Rallye frühmorgens. Es werden Blöcke von meist 4 Wertungsprüfungen mit anschließender Servicezeit von ca. 25 Minuten gefahren. Dies wiederholt sich ungefähr 4 Mal. Die WPs einer „kleinen“ Eintages-Rallye umfassen ca. 30 km und habe eine Gesamtlänge von 150 km. Im Gegensatz dazu hat ein Masterslauf bis zu 130 WP- und 350 Gesamt-Kilometer. Während der Servicezeit dürfen Räder gewechselt, Sprit getankt und kleinere Reparaturen, soweit notwendig, durchgeführt werden. Fahrer und Beifahrer benötigen die Zeit zum Erholen und Toilettengang. Ohne ein Serviceteam, das die Handgriffe kennt, funktioniert das nicht.

Um die bestmögliche Vorbereitung zu haben, trafen wir uns zu einem Trainingssamstag am 20. April 2013 in Kaltenkirchen bei Familie von Appen. Nach leiblicher Stärkung wurde der Serviceplatz mit Plane, Pavillon und Werkzeug (Wagenheber, Schlagschrauber, Radkreuz und Ersatzreifen) aufgebaut. Es wurde eingeteilt, in welcher Reihenfolge der BMW aufgebockt wird, wer Radmuttern löst, Reifen tauscht und wieder festschraubt, Luftdruck prüft und Sprit tankt. Auch andere Handgriffe bedurften der Einteilung. Für die Koordination aller anfallenden Arbeiten bestimmten wir Dirk. Nach den Probedurchgängen konnte die Zeit von 20 Minuten eingehalten werden. Auch Marco und Michelle probten den Ernstfall: eines Reifenschadens während der Wertungsprüfung, wo man keine Zeit hat, Helm und HANS abzusetzen, sondern in voller Rallyebekleidung, den Reifen wechseln muss. Im ersten Durchgang brauchten beide noch 6 Minuten und im zweiten nur noch 3. Dabei kamen beide gewaltig ins Schwitzen.

Im Anschluss an den aktiven Teil besprachen wir, was an Material, Werkzeug, Verpflegung und Helfern mitgenommen werden muss. Bestens vorbereitet fieberten wir dem Rallye-Wochenende entgegen.

Marco, Anja und Timo von Appen starteten am Donnerstagnachmittag mit Servicebus und Anhänger mit BMW und Wohnmobil los. Der erste Teil des Serviceteam (Michael Brandes mit Wohnmobil) stieß Donnerstagabend hinzu und die Gaborsch/Sukop-Sippe machte sich am Freitagmorgen auf den Weg nach Sulingen. Dort angekommen, mussten Marco und Michelle zur Besichtigung der Wertungsprüfungen, die bis zum späten Nachmittag dauerte. Der Rest des Teams richtete den Serviceplatz her und kümmerte sich um das leibliche Wohl des Teams. Das Wetter versprach Sonne und Wind bei kühlen Temperaturen mit geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit. Für die Veranstaltung hatten sich 138 Teams angemeldet. Mit der Startnummer 107 waren wir ganz hinten im Starterfeld, so dass die Papier- und technische Abnahme für uns erst nach 20:30 Uhr stattfand. Die Startzeiten wurden um 23 Uhr bekannt gegeben. Vorteil der hohen Startnummer war nun die Startzeit am Samstag um 10:17 Uhr. Es konnte ganz in Ruhe gefrühstückt werden. Daher ließen wir den Abend mit einem gemütlichen Beisammensein bei Gegrilltem und Feierabendbierchen ausklingen.

Am Samstag begann der Tag um 7 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Anschluss daran checkten die Servicemechaniker den BMW: Reifen und Reifendruck, Spritmenge anhand der zu fahrenden Kilometer, Getränke für Fahrer und Beifahrer u.v.m. Die Spannung stieg von Minute zu Minute. Hoffentlich klappte alles, wie geplant. Das Wetter sollte trocken bleiben. Gemeinsam ging es zum Start. Danach sahen wir die drei (Marco, Michelle und BMW) nur zu den Servicezeiten. Also überbrückten wir die Zeit mit Vorbereiten des Werkzeuges und Essens. Der Zeitplan der Veranstaltung bestand aus zweimal 3 und zweimal 4 Wertungsprüfungen (insgesamt 14 WPs) und dreimal Service. Die erste Sektion klappte, wie wir es uns vorgestellt hatten. Lediglich mit den Fahrzeiten war Marco unzufrieden. Aber der BMW war heile geblieben und wegen der konstanten Witterung brauchten keine Räder gewechselt zu werden. Es musste lediglich ein kleiner Rundum-Check durchgeführt und Sprit getankt werden. Entspannt konnten die weiteren Sektionen durchgeführt werden. Einen kleinen Ausrutscher leisteten sich die drei gegen Ende der Veranstaltung, als sie sich auf einem ausgefahrenen Streckenabschnitt fast festfuhren und wertvolle Zeit verloren, wobei auch die Lenkung etwas beschädigt wurde. Zum Glück war es die vorletzte Prüfung und um 20:30 Uhr begrüßte die Servicemannschaft sie im Ziel. Der BMW wurde im Parc Ferme abgestellt und das Team kehrte zum Platz zurück, um sich zu stärken. Mit der großen Fangruppe wurde das Ankommen gefeiert und die Siegerehrung um 24 Uhr erwartet. Dort gingen wir gemeinsam hin und wurden für die gute Leistung belohnt.

Von den insgesamt 138 gestarteten Teams kamen 91 im Ziel an. In unserer Division 5 waren 22 Starter, davon sind 8 ausgefallen. Wir erreichten den 6. Platz in der Division und im Gesamt den 66. Platz und nahmen Pokale mit. Eine gute, aber ausbaufähige Leistung.

   

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